Zu den Protesten der Hebammen gegen ihre Entlohnung und die ihnen auferlegten Abgaben schreibt Gerlinde Sommer, stellvertretende Chefredakteurin der Thüringischen Landeszeitung (Weimar):
Hebammen sind keine Berufsdemonstrantinnen. Dafür haben sie gar keine Zeit. Dass jetzt Hundert von ihnen aus allen Teilen Thüringens auf den Erfurter Anger gekommen sind, um gegen ihre Entlohnung mit karg gefüllten Lohntüten zu protestieren, das zeigt den Leidensdruck.
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Hohe Versicherungsbeiträge sorgen bei den Hebammen für Unmut. Sie sind es, die Risiken absichern. Das bringt ihre Existenz in Gefahr. Die Hebammen des Geburtshauses in Gera wollen dagegen protestieren.
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Nach über einjährigem Wirken in den neuen Räumen am Carl-Zeiß-Platz 12 verzeichnet das Geburtshaus Jena so viel Zuspruch wie nie zuvor. Grund dafür sind die von den Krankenkassen seit 2008 übernommenen Betriebskosten, die Frauen eine Geburt im Geburtshaus ohne finanzielle Mehrbelastung ermöglicht.
Jena. Außerdem bieten die neuen Räume Platz für ein erweitertes Leistungsangebot. Neu sind beispielsweise die geburtsvor-bereitende Akupunktur sowie eine Osteopathiesprechstunde. Nach der Entbindung betreuen die Hebammen die Familien noch bis zu einem Jahr.
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In ganz Deutschland haben Hebammen für eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Anlass ist der Welthebammentag.
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Audiobeitrag des MDR "Hebammen in der Kise" ![]()
Audiobeitrag des MDR
"Hebammen protestieren bundesweit für mehr Geld" ![]()
Die wichtige Rolle von Hebammen im Gesundheitssystem werde zwar immer betont, jedoch sei eine flächendeckende Versorgung mit Geburtshelferinnen nicht garantiert, so Karola Stange, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, vor dem morgigen Internationalen Tag der Hebamme und angekündigten Protesten.
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Zum Internationalen Hebammentag am 05.Mai gingen Deutschlandweit Hebammen auf die Straße um auf ihre schlechte Entlohnung, viel zu hohe Hafpflichtprämien und schlechte Abeitsbedingungen aufmerksam zu machen.
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