Ein Jahr Akademisierung der Hebammenausbildung

Pressemitteilung

Erfurt, 18. Januar 2021

Ein Jahr Akademisierung der Hebammenausbildung
Deutscher Hebammenverband zieht positive Bilanz

Die Attraktivität des Hebammenberufes hat zugenommen, die Bewerber*innenzahlen sind gestiegen, und Deutschland hält Schritt mit der EU – diese positive Bilanz zieht der Deutsche Hebammenverband e. V. (DHV) ein Jahr nach der Akademisierung der Hebammenausbildung. Der Verband fordert die Bundesländer auf, zeitnah ausreichend Hochschulplätze zu schaffen, um allen Interessierten die Möglichkeit zum Hebammenstudium zu gewährleisten und so die Versorgung der Frauen und Kinder durch Hebammen nachhaltig zu verbessern.

Thüringen ist mit dem Studiengang Hebammenkunde an der EAH Jena gut aufgestellt. Der Hebammenlandesverband Thüringen fordert für altrechtlich ausgebildete Hebammen eine Gleichwertigkeitsanerkennung und die Anerkennung der Studienabschlüsse von DDR-Hebammen. “Wir können es uns nicht leisten, die kleine Berufsgruppe der Hebammen durch unterschiedliche Berufswege zu spalten. Wir brauchen alle Kolleginnen, die erfahrenen Praktikerinnen und die jungen, wissenschaftlich ausgebildeten Hebammen. Deshalb muss ein niedrigschwelliger Zugang zur akademischen Laufbahn für alle Hebammen ermöglicht werden“, so Annika Wanierke, Vorsitzende des Thüringer Hebammenverbands.